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Sonntag, 17. Februar 2013

sunday impressions aka Die Ästhetik des Hässlichen

Dieses Wochenende verbrachte ich größtenteils in meiner Heimat. Mein Opa feierte Geburtstag und die Familie kam zusammen. Meine Eltern, meine Großeltern, Tante, Onkel, Cousin und mein Freund saßen in illustrer Runde am Esstisch und philosophierten über das Geschehene im Heimatort..
Normalerweise passiert nicht viel in einer Kleinstadt, und auch dise Neuigkeit ist nicht besonders spannend, aber der örtliche Bahnhof ist verkauft und ein komplett Neuer wird hochgezogen. Mich macht es etwas wehmütig, da ich alte, vermoderte, besprayte, einsame, marode Gebäude liebe. So wie unseren alten Bahnhof. Ich finde es schade wenn so etwas altes, geschichtsbehaftetes, emotionsvolles, zartes Etwas gehen muss. Die Erinnerungen bleiben aber.



Israel heißt Völkermord



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Erinnerungen durch emotionale Fußabdrücke im Gehirn.

Doch wie erinner ich mich eigentlich?
Warum kann ich meine Erinnerung manchmal und glücklicherweise noch nach Jahrzehnten wieder hervorrufen?

Es wird vermutet, dass bei dauerhaften Erinnerungen eine Vielzahl von Nervenzellen und derren Verknüpfungen beteiligt sind. Die
Verbindungen/Verknüpfungen zwischen den beteiligten Nervenzellen werden durch häufige Aktivierung verstärkt und
stabilisiert. Erinnerungen entstehen also immer durch Netzwerke vieler Nervenzellen und werden so verankert.
Dabei betreibt das Gedächtnis Arbeitsteilung. Beispiel: du suchst deinen verlegten Bleistift. Die Informationen über die Farbe, Form und Funktion des Stifts sind an verschiedenen Orten im Gehirn gespeichert.
Anscheinend sind sie den Gehirnregionen zugeordnet, die für die Wahrnehmung der entsprechenden
Eigenschaft zuständig sind. So wird die Farbe des Stifts an einem anderen Ort verarbeitet als zum Beispiel die Form. Diese ganz eigene Kombination vieler
Nervenzellen, die gemeinsam und zusammen arbeiten, helfen uns zu erinnern. Somit entsteht ein typisches Muster im Gehirn, die diesen Bleistift repräsentiert. Objekte, Gesichter, Gegenstände, Telefonnummern ‐ für alles gibt es dieses eigene spezielles Muster von Nervenzellen, die gemeinsam aktiv sind.
 Und so werde ich mich immer an meinen abgewrackten Bahnhof erinnern.

LG Elvis

Dienstag, 5. Februar 2013

the biology of shopping fever

Hola, die Waldfee. Da dacht ich, ich geh eben mal in meinen Freistunden zu Primark meine Hose umtauschen und dann kommt da son dicket Ding dabei raus. Leute, ich hoffe, ich bitte, ich flehe das das der letzte war. Zum Einen dankt es mir mein Konto, zum Anderen muss ich anfangen zu lernen und darf meine Zeit nicht so verwasten... Aber manchmal tut ein solcher Kaufrausch echt gut, zu mindest für den Moment. Vor allem wenn man gelangweilt ist, sich vor etwas Unschönem drückt oder sogar etwas emotional zerknirscht ist, dann tut man es...Kaufen... Und ich verrate euch warum und wie wir uns davor schützen können:
Und zwar nehmen wir die Fälle der Langeweile, des Stress, des Unwohlseins weswegen auch immer. Das bedeutet, dass unser Serotonin-Haushalt unterversorgt ist. Serotonin wird auch als Glückshormon bezeichnet, haben wir davon zu wenig, kommen diese sogenannten depressiven Verstimmungen auf. Essen wir lecker Schokolade, küssen wir uns oder shoppen wir, dann sößt unser Gehirn Serotonin aus. Diese Moleküle setzen sich an bestimmte Rezeptoren und sagen uns somit: Du bist jetzt glücklich. Und weil wir dieses Glücksgefühl haben und es mit Süßem und Schönem verbinden, tun wir es immer wieder. Es entsteht ein Kreislauf aus dem wir erst wieder ausbrechen müssen.

Ich finde wir sollten uns regelmäßig selbst reflektieren und nachfragen, ob es jetzt unbedingt notwendig ist, dieses oder jenes zu kaufen. Dieses Shoppen erscheint uns irgendwie als existenzielles Hochgefühl, doch werden wir glücklich durch diese Gier?
Ich denke nein, denn zum richtigen Glücklichsein zählen Sicherheit, Gemeinschaft, Lachen und Schwäche zeigen können.

Nicht desto trotz macht Shoppen Spass, nur sollte man Acht geben, das richtige Maß zu finden.

Und zum Schluß meine Ausbeute:

weiße Bluse von PROMOD

Nude-Shirt von Primark

sehr hellbraunes Basic-Shirt




LG Elvis

Mittwoch, 30. Januar 2013

Oxytocin

Gestern wurde ich gefragt, ob ich nicht an einer Blogvorstellung teilnehmen will, bzw. mich darauf bewerben will, da mein Blog und meine Themen gefallen.
Diese lieben Worte kamen von Karoline und ihrem Blog foto-fantasie und ließen meinen Oxytocin-Haushalt gleich höher regeln.

OXYTOX-WAS? HÄÄÄ?

Oxytocin scheint eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung langfristiger sozialer Bindungen zu spielen, es schafft soziale Nähe, baut Stress ab, macht uns großzügig und hilft sozusagen gegen Depressionen. Das Hormon vermittelt, was beim Autismus und der Sozialphobie fehlt - nämlich Empathie, Bindungsfähigkeit und Vertrauen. Es wird in der Hirnanhangdrüse gebildete und setzt im Gehirn an verschiedenen Stellen an. Einmal an der Hypothalmus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse, der Stressachse, die vom Gehirn bis zur Niere geht und in der Niere das Stresshormon Kortisol ausschüttet. Oxytocin ist in der Lage, an all den Stellglieder dieser Stressachse herunter zu regulieren. Sozusagen wird man stressresisten, whohooo.

Der Botenstoff wurde zwar schon 1953 entdeckt, doch kaum versteht man, wie Oxytocin auch Gefühle und Verhalten beeinflusst.

The Golden Touch




Seid ihr auch dem Gold verfallen?

Gold ist ein faszinierendes Material, das die Menschen schon seit vielen Jahrhunderten in seinen
Bann zieht. Hier ein kurzer Einblick in das wertvollste Edelmetal:

Eigenschaften
− „Gold“ bedeutet „das Glänzende“
− weltweiter Goldbestand rund 155.000 Tonnen
− Gold ist meist in Steinen eingeschlossen
− die Dichte beträgt 19,3 g/cm3
− ein sehr dehnbares Material
− oxidiert nicht

Geschichte
− eines der ältesten Materialien, das von der Menschheit genutzt wird
− bewusste Goldgewinnung seit der Kupferzeit
− in der Antike Zahlungsmittel und Schmuckstück (sehr hoher Stellenwert)
− Goldsucht führt sogar zu Morden
− Alchemisten versuchten im Mittelalter Gold durch Zauberei herzustellen („Schwarze Kunst“)
− 19. Jahrhundert → Goldrausch
− auch heute gibt es noch Goldgräber


Ich möchte euch meine momentanen Lieblings-Goldstücke vorstellen und dazu passt am allerbesten eine musikalische Untermalung von Razorlight...

Käferohring: H&M | Eule als Brosche: Geschenk


Collar-Pins: C&A | Blatt-Kette: Primark






Ring: SIX



Und zum Schluss noch ein paar Outfit-Bilder von heute:













Kein Stau auf der Ameisenstraße

Es ist kalt und nass in Berlin und die Sehnsucht nach Urlaub und Sonne zehrt am Gemüt. Fühlt ihr das auch, das ist voll nervig, obwohl ich ja den Winter liebe (wenn er kalt und verschneit ist). In solchen Momenten träume ich mich immer in meine nächsten Urlaubsziele. Und wie es mit dem Brainstorming und den Gedankensprüngen dann so ist, bin ich beim Stau gelandet. OMG Stau....

Habt ihr euch auch schon sooo oft gefragt, wie und warum es das Phänomen des Staus auf unseren Straßen gibt? Man sitzt im Auto auf dem Weg in den wohlverdienten Urlaub, der meist eh nur 2-3 Tage dauern darf, weil dann die Arbeit, das Labor, die Uni und das schlechte Gewissen ruft, schreit, wütend trampelnd auf den Boden stampft, und dann wird man gezwungen sich zu gedulden. Stau..fucking Stau...

Aber dann hab ich mich gefragt wie das wohl bei Ameisen ist. Das wimmelt ja nur von den kleinen Säurepissern und da gibt es nie Stau. Es scheint immer so exakt und genau koordinert zu sein. Wie machen die das?
Und nach ein wenig Recherche kann ich euchs sagen:
Wenn eine Ameise ein Leckerbissen erspäht und hinläuft markiert sie den Weg mit Pheromonen (Duftstoffen), so dass viele weitere Ameisen folgen und genau den richtigen Weg zum größten Erfolg nachlaufen können. Und sie folgen, in Strömen, in Heerschaften, Massen an Ameisen. Und wie zu erwarten: Kein Stau. Denn wenn die Ameisen nun merken, dass es langsam zu viele ihrer Art werden und sie sich behindern könnten, werden einfach weniger Pheromone ausgestoßen. Man nennt das dann eine negative Rückkopplung. Und schwupps minimiert sich die Anzahl der Ameisen, weil nun der Weg nicht mehr so interessant erscheint. Stark oder?

Wer genaueres wissen will über die Experimente und Forschung kann ja gerne die Zusammenfassung der Forscher der University of Sussex lesen
Bild von Ulrike Himprecht