Normalerweise passiert nicht viel in einer Kleinstadt, und auch dise Neuigkeit ist nicht besonders spannend, aber der örtliche Bahnhof ist verkauft und ein komplett Neuer wird hochgezogen. Mich macht es etwas wehmütig, da ich alte, vermoderte, besprayte, einsame, marode Gebäude liebe. So wie unseren alten Bahnhof. Ich finde es schade wenn so etwas altes, geschichtsbehaftetes, emotionsvolles, zartes Etwas gehen muss. Die Erinnerungen bleiben aber.
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Erinnerungen durch emotionale Fußabdrücke im Gehirn.
Doch wie erinner ich mich eigentlich?
Warum kann ich meine Erinnerung manchmal und glücklicherweise noch nach Jahrzehnten wieder hervorrufen?
Es wird vermutet, dass bei dauerhaften Erinnerungen eine Vielzahl von Nervenzellen und derren Verknüpfungen beteiligt sind. Die
Verbindungen/Verknüpfungen zwischen den beteiligten Nervenzellen werden durch häufige Aktivierung verstärkt und
stabilisiert. Erinnerungen entstehen also immer durch Netzwerke vieler Nervenzellen und werden so verankert.
Dabei betreibt das Gedächtnis Arbeitsteilung. Beispiel: du suchst deinen verlegten Bleistift. Die Informationen über die Farbe, Form und Funktion des Stifts sind an verschiedenen Orten im Gehirn gespeichert.
Anscheinend sind sie den Gehirnregionen zugeordnet, die für die Wahrnehmung der entsprechenden
Eigenschaft zuständig sind. So wird die Farbe des Stifts an einem anderen Ort verarbeitet als zum Beispiel die Form. Diese ganz eigene Kombination vieler
Nervenzellen, die gemeinsam und zusammen arbeiten, helfen uns zu erinnern. Somit entsteht ein typisches Muster im Gehirn, die diesen Bleistift repräsentiert. Objekte, Gesichter, Gegenstände, Telefonnummern ‐ für alles gibt es dieses eigene spezielles Muster von Nervenzellen, die gemeinsam aktiv sind.
Und so werde ich mich immer an meinen abgewrackten Bahnhof erinnern.
LG Elvis



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